Was ist das eigentlich, ein Energieausweis?
Und braucht man ihn wirklich?

Ja, man braucht ihn! Die Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) sieht vor, dass seit dem 1. Januar 2009 ein Energieausweis für jedes Wohngebäude benötigt wird, welches vermietet, verpachtet oder verkauft werden soll. Für Nicht-Wohngebäude gilt dies seit dem 1. Juli 2009.

Der Energieausweis bietet Mietern, Pächtern und Käufern Angaben über den Energieverbrauch oder –bedarf von Gebäuden. Die Verbraucher sollen unabhängig informiert werden.

Man unterscheidet den verbrauchsorientierten von dem bedarfsorientierten Energieausweis.

  • Der verbrauchsorientierte Energieausweis spiegelt lediglich den witterungsbereinigten Verbrauch des Gebäudes über den Zeitraum der drei zurückliegenden Jahre wieder. Das Ergebnis ist daher stark vom Nutzerverhalten (Raumtemperatur, Lüftungsverhalten etc.) abhängig. Die Berechnung des Verbrauchskennwertes wird auf der Grundlage der Heizkostenabrechnungen vorgenommen.
  • Wesentlich aussagekräftiger ist der bedarfsorientierte Energieausweis. Es wird der Energiebedarf anhand des Zustandes der beheizten Gebäudehülle (wie Dach, Fenster, Türen, Wände, Decke, Keller) und der Haustechnik (Heizungsanlage) bei einem durchschnittlichen Nutzerverhalten berechnet.

Der (preisgünstigere) verbrauchsorientierte Energieausweis kann ausgestellt werden für Häuser mit mehr als 4 Wohnungen oder Häuser, für die der Bauantrag nach dem 31.10.1977 gestellt wurde bzw. Häuser, die das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreichen. Für alle anderen Wohngebäude muss der bedarfsorientierte Energieausweis ausgestellt werden. Der Energieausweis für Nicht- Wohngebäude kann frei gewählt werden.

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